nach einem lustigen Abend in Herry’s Rodelhütte und der Verkostung der gesamten Getränkekarte von A wie “Ang’setzter” bis zum W wie “Willie” war es ein harter letzter Morgen (07.01.2012). Wir standen wie gewohnt auf, schauten hinaus und zu unserer Überraschung schneite es mal wieder … wie auch die ganze Nacht. Der Ausblick war wunderbar, denn langsam kam die Sonne über dem Berg hervor.
Wir genossen unser Frühstück und bummelten umher, bis unsere Vermieterin uns eröffnete, dass wir um 10:00 Uhr auschecken mussten. Allerdings waren wir beim Check-Out gedanklich eher bei 11 Uhr, so dass wir wirklich die Füße in die Hand nehmen mussten, denn es war bereits 09:32 Uhr, wir total verkatert, absolut NICHTS gepackt; jeder, der gerne in den Winterurlaub fährt, weiß, was sich da so alles an Gepäck ansammelt.
Überstürzter Aufbruch aus der Herberge
Wir schafften es dennoch, in den 28 Minuten alles fertig zu packen und pünktlich unsere super super Herberge, das “Haus Morschner” in Klösterle, zu verlassen. Eine Aufgabe wartete allerdings noch auf uns: Das Auto ausgraben. Mittlerweile waren wir darin sehr gut geübt: Jeder wusste, was er zu tun hatte und arbeitete an seinem Posten. Das Wetter schien gut zu werden an diesem Tag, deshalb wollten wir unbedingt den Skitag noch ausnutzen, allerdings war Lech / Zürs immer noch wegen der Sperrung des Passes von der Außenwelt abgeschnitten und Stuben / St. Anton auch.
Ein letztes Mal Skifahren am Arlberg?
Wir entschieden uns, wie jeder andere Skiläufer in dieser Woche, unser Glück am Skigebiet Sonnenkopf in Wald am Arlberg zu probieren. Glücklicherweise kamen wir rechtzeitig, um einen der gerade freigewordenen Parkplätze zu ergattern. Die Skibegeisterten parkten inzwischen schon an jeder freien Straßenseite im ganzen Ort. Viele kamen uns auf dem Weg zur Bahn entgegen. Sie erklärten uns, dass auch hier die Bahnen gesperrt waren und ca. 2.500 Menschen an der Gondel stünden und warteten. Die Prognosen waren schlecht, der Bergbahnbetrieb sollte erst innerhalb der nächsten Stunde den Betrieb wieder aufnehmen und nur eine Piste öffnen.
Alle anderen Abfahrten waren derzeit aufgrund der hohen Lawinengefahr nicht befahrbar. Wir überzeugten uns von der Situation. Dieses “Vergnügen” mit ca. 2.500 Menschen auf nur einer kleinen Piste wollten wir nicht teilen. Da wir noch eine sehr lange Fahrt vor uns hatten, entschieden wir uns, die Heimreise anzutreten. Ziemlich enttäuscht machten wir uns auf den Heimweg.
Unsere Reporter verabschieden sich
Es empfiehlt sich, entweder an einem Samstag sehr früh morgens oder sehr spät abends abzureisen. Wir brauchten ca. 6,5 Stunden bis zur deutschen Grenze wegen eines riesigen Staus vor dem Pfändertunnel und der sehr schlechten Wetterlage. In Deutschland wurde der Verkehr auch nicht ruhiger. Bis zur unseren ersten Haltestelle Marburg in Hessen brauchten wir 11 Stunden. Hamburg erreichten wir nach vielen weiteren “Drei Fragezeichen”-Hörspielen gegen 05:30 Uhr in der Früh.
Eine lange, lustige Fahrt lag hinter uns und ein noch schönerer Urlaub. Wir ärgerten uns natürlich ein wenig, dass wir noch rechtzeitig das Tal verlassen hatten, denn andernfalls wären wir die ersten Tage der neuen Woche auch schön eingeschneit worden.
Unser Fazit zum Arlberg
Klösterle, Wald, St. Anton, Lech / Zürs sind eigentlich jede Saison eine Reise wert. Das Skigebiet überzeugt einfach mit seiner Vielseitigkeit und den Anforderungen für jede Altersklasse.
Familien mit Kinder, Anfänger, Fortgeschrittene, Snowboarder, Langläufer, Freerider, gemütliche Rodler sowie verrückte Après-Ski Hasen sind überall immer herzlich willkommen. Alle kommen auf ihre Kosten, für jeden Geschmack und jedes Können ist etwas dabei.
Wir verabschieden uns nun vom Arlberg und grüßen ein letztes Mal,
Eure Anne, Marthe, Christoph und Drees
