Mit dem Zug zum Flumserberg

Blick auf FlumserbergGrüezi miteinand!

So wird man freundlich in der Schweiz begrüßt. Der Anlass für den Skitag an einem Freitag am Flumserberg war der alljährliche Arbeitsgruppen-Skiausflug. Wie sich herausstellen sollte, war dieses Gebiet geradezu ideal, da es für Skifahrer, Snowboarder, Langläufer und Schneewanderer bestens geeignet ist.

Da die Schweizer über ein sehr gut ausgebautes öffentliches Verkehrssystem verfügen, gibt es praktisch an jeder Talstation in einem Skigebiet in unmittelbarer Nähe einen Bahnhof. Das so genannte Snow&Rail Ticket ist ein echter Geheimtipp (buchbar über sbb.ch). Denn hiermit sind die Anreise sowie das Skiticket zu einem vergünstigten Preis abgedeckt.

Von Zürich aus ging es also mit unserer Arbeitsgruppe ins Heidiland. Innerhalb einer guten Stunde waren wir mit dem Zug am Bahnhof Unterterzen. Beim benachbarten Skiverleih bekommt man mit dem Snow&Rail-Ticket gleichzeitig 15 % Rabatt auf die Leihausrüstung. Schilder am Bahnhof weisen den richtigen Weg. In dem Skiverleih kann man auch gleich sein Skiticket lösen.

Unterwegs im Skigebiet Flumserberg

Einige Schritte weiter steigt man in die moderne Gondelbahn. Entsprechend den Temperaturen war es im Tal sonnig grün und man konnte die Aussicht auf die Bergwelt und den Bergsee genießen. Doch keine Bange, an der Bergstation (Tannenboden) gab es Schnee in Hülle und Fülle. Mit einer weiteren Gondel sind wir gleich weiter bis auf 2020 m gefahren. Man kann aber auch mit Sesselliften erst die nähere Umgebung erkunden. Mit der Gondel ist man locker 15 Minuten unterwegs und kann sich so in Ruhe für die bevorstehende Abfahrt bereit machen.

Von Leist ins Tal

Pisten FlumserbergOben angekommen hat man viele Möglichkeiten nach unten zu fahren. Die Pisten waren bestens präpariert, der Schnee war überraschenderweise recht gut und die Pisten haben einfach nur gefetzt. Auf dem Weg in Richtung Tannenboden hat man aber deutlich gemerkt, wie der Schnee allmählich in Sulz übergegangen ist. Aber es war immer noch vollkommen akzeptabel.

Nach einigen Erkundungstouren über rote und blaue Pisten sind wir uns zum höchsten Punkt des Skigebiets gefahren, nach Leist auf 2222 m. Von hier aus führen schwarze Pisten hinunter zur Doppelsesselbahn, die einen wieder nach oben bringen. Diese Pisten waren hervorragend befahrbar und haben richtig Spaß gemacht, so dass wir uns gleich einige Male in Folge dort ausgetobt haben. Zwischen den gespurten Pisten kann man auch im Tiefschnee hinunterfahren. Da es aber seit etwa einer Woche nicht mehr geschneit hatte, war der Schnee schon eher fest.

Einkehr zur Mittagszeit

Zur Mittagspause haben wir uns im Restaurant Chrüz eingefunden, wo man sehr gute Schweizer Speisen bekommt. Hier gab es sowohl mein geliebtes Skiwasser als auch Enzian. Die reichhaltige Karte hat für jeden Geschmack etwas parat. So haben wir die Auszeit genossen, um uns in schon fast sommerlichen Verhältnissen zu bräunen.

Gleichzeitig war das Restaurant Treffpunkt für unsere gesamte Gruppe aus Schneewanderern, Ski- und Snowboardfahrern. Allein deshalb ist der Flumserberg ein sehr gutes Skigebiet, wenn man mit einer gemischten Gruppe aus Skifahrern und Fußgängern unterwegs ist.

Zurück nach Zürich im Zug

Bahnhof UnterterzenAm Nachmittag ging es auf die Seite vom Prodkamm. Dieses weitläufige Teilgebiet ist wegen der Überschaubarkeit auch als “Familiengebiet” bekannt. Hier gibt es auch einen netten Funpark mit einigen Hügeln und Sprungschanzen.

Nach einem sehr schönen Skitag ging es dann wieder zurück zum Tannenboden, wo dann der Skitag mit Kaffee und leichtem Après-Ski seinen Ausklang fand. Der Zug vom Bahnhof fährt bis spät abends stündlich nach Zürich zurück, so dass jeder wieder nach Hause kam.

PS: Am Tannenboden und in Mittenwald (direkt an den Bahnen) gibt es genügend Parkplätze für die Autofahrer.

Fazit:

Sehr schönes Skigebiet, perfekt für einen Tag, aber auch für ein verlängertes Wochenende, ohne dass es einem langweilig wird. Moderne Bahnen, hauptsächlich Sessellifte und Gondeln (Einseilumlaufbahnen) und nur vereinzelt Schlepper. Aber Achtung: Aufgrund der Nähe zu Zürich wird dieses Gebiet auch als Zürcher Hausberg bezeichnet. An einem Wochenende kann es hier sehr voll werden. Daher empfiehlt es sich, dieses Gebiet eher unter der Woche zu besuchen.

Uf Wiederluege!
Thomas

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