Auf den Spuren der großen Freiheit – Ski fahren in Breckenridge Colorado

Bergpanorama in BreckenridgeIst es nicht der Traum eines jeden Schneeverliebten einmal in den Rockies die unendliche Freiheit zu genießen? Naja, man hört und sieht immer so viel von den schönen verschneiten Bergen und das wollten wir uns dann doch mal persönlich ansehen.

Auf dem Weg in die Rockies

Wir sind mit dem Reiseveranstalter CANUSA über den großen Teich geflogen und haben einen kleinen Roadtrip geplant – vier bekannte Skigebiete in rund einer Woche. Per United Airlines ging es von Frankfurt über Washington nach Denver, zumindest für Jörn und Ingo. Jens ist direkt ab Frankfurt nach Denver geflogen. Das spart zwar Zeit und Umsteigestress bei der Einreise in die USA, hat aber den Nachteil, dass der Direktflug in der Regel teurer ist. Wir mussten bereits in Washington unsere Einreise in die USA abwickeln und das kann an so einem Drehkreuz etwas Zeit in Anspruch nehmen. Der Zeitstress wird noch dadurch verschlimmert, dass das Gepäck neu aufgegeben werden muss. Aber in der Summe ist die Reisezeit human. In zehn Stunden ist man in Denver, von Hamburg nach Südtirol braucht man (mit dem Auto) genauso lange.

Jörn auf über 3.900 m in BreckenridgeIn Denver angekommen ging es auch direkt weiter. Mit dem gemieteten SUV von Alamo ging es auf der Interstate 70 in die Rocky Mountains in die Vail Resorts. Erster Stopp auf unserem Trip ist der beliebte Skiort Breckenridge. Leider mussten wir noch einen kurzen unfreiwilligen Stopp auf der Interstate machen, da wir von einem Schneesturm überrascht wurden und ein kleiner Stau entstand. In dieser Höhe kann das auch im April nochmal schnell passieren. Das hat uns etwas erstaunt, denn man sieht Denver seine Höhe von rund 1.800 m nicht direkt an, ist es doch eine relativ flache Hochebene.

In luftige Höhen

Nach Breckenridge als Bergdestination schraubt man sich auf der Autobahn bis auf fast 3.000 m hinauf. Dabei stellt man sich als Europäer malerische Alpenpässe und Serpentinen vor – Doch weit gefehlt, die mehrspurige Interstate führt quasi direkt in eines der höchstgelegenen Skiorte der USA. Von dort geht es dann noch weiter mit den Liften den Berg hinauf, bis auf sagenhafte 3.962 m.

Auch hier trügt uns alpengewöhnte Europäer unser Gefühl. Die Baumgrenze liegt in den Alpen bei nur rund 1.800 m, weshalb quasi alle Skipisten über 2.000 m windige und baumlose Schneeflächen sind. In Colorado liegt die Baumgrenze bei rund 3.600 m, weshalb man auch in dieser extremen Höhe noch im Tiefschnee zwischen den Bäumen Slalom fahren kann…ein tolles Gefühl!

Der erste Skitag in Breckenridge

Unsere erste Nacht war kurz, um 4 Uhr waren wir hellwach, der Hunger und der Jetlag haben uns geweckt. Naja, in good old Germany wäre es auch 12 Uhr Mittag, dann kann man(n) auch Hunger bekommen. Wir haben uns im Hotel an einem Automaten mit M&Ms versorgt, leider waren es aber immer noch 4 h bis der erste Lift fuhr.

Blick aus dem Hotel in BreckenridgeDie Sonne über Breck ging auf und nach einem typischen Frühstück im Park Avenue Pub ging es auch direkt auf den Berg. Im Skigebiet kann man sich nicht verfahren. Man fährt einfach Zick-Zack von Peak 10 bis Peak 7 und zurück, und sollte man sich doch mal verfahren oder verlieren kommt man immer wieder irgendwo in Breckenridge an. Das Skigebiet ist für Jedermann gut geeignet. Weiter oben gibt es steile anspruchsvolle Pisten und schöne Powderhänge. Unten kann man auf breiten und flachen Ski-Autobahnen die Bretter einfach auslaufen lassen. Es gibt alles, was ein Skigebiet benötigt.

Après-Ski American Style

Abends haben wir uns direkt ins amerikanische Après-Ski gestürzt. Das bedeutet, wir waren lecker essen im Tex-Mex-Restaurant und haben auch noch das eine oder andere Lokal aufgesucht. Man kann sich schon gesellig zu Musik ein paar Drinks gönnen, aber mit den Party-Hochburgen in Österreich ist das nicht vergleichbar. Es ist eher ein gemütliches gemeinsames Essen gehen, als ein Partymarathon ab 14 Uhr mittags…

Bereits am nächsten Morgen ging es weiter ins Skigebiet Keystone, doch dazu mehr in einem nächsten Blog und Video.

Eure Skigebiets-Tester,

Ingo und Jörn

2 Antworten

  1. Monika @ Skiurlaub USA 6. Dezember 2012 at 19:43 #

    Das hört sich nach einer erholsamen Winterreise an. Mir persönlich reicht ein gemütliches Essen gehen. Den Partytrubel brauche ich nicht unbedingt. Wie sieht es denn mit Möglichkeiten für Nicht-Skifahrer aus?

Trackbacks/Pingbacks

  1. Statt Aprés-Ski lecker BBQ - Keystone Colorado | Schneehoehen Blog - 2. November 2012

    [...] Sonne lacht über Colorado und wir sind von Breckenridge aufgebrochen nach Keystone. Man kann über die Interstate zurück nach Keystone fahren, wir haben [...]

Hinterlasse einen Kommentar